Die Gerechtigkeitsglocke
Sie wurde so benannt, weil Gerechtigkeit das Thema unserer Tage ist.
Nicht nur zwischen den reichen und den armen Ländern herrscht
Ungerechtigkeit, sondern in unserem eigenen Land tut sich die Schere auf
zwischen Reichtum und Armut, Berufstätigen und Arbeitslosen, zwischen
denen, die konsumieren können, und denen, die verzichten müssen,
zwischen den Wohlhabenden und den Kleinstrentnern, Alleinerziehenden und
Jugendlichen ohne Arbeitsplatz.
Die Glocke mahnt mit ihrem Läuten die Gerechtigkeit an.
Sie ist mit zwei Bildern von Wolfhart Hähnel gestaltet.
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Martin-Luther: Der Mensch wird gerecht durch den Glauben.
Gott liebt alle Menschen. Vor ihm sind alle gleich. Der Sinn und der Wert jeden Lebens ist von Gott gewährt. Dafür steht Martin-Luther, der Reformator. Er blickt hinauf, steigt auf die Treppe, läßt den Vogel frei. |
Martin-Luther-King: I have a dream. Gottes Liebe hält in uns wach, daß alle Menschen ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben. Dafür steht Martin-Luther-King, der Anwalt der Entrechteten. Er ist heruntergestiegen und nährt den hungrigen Vogel. |
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Um die Glocke ist das Wort Jesu geschrieben: "Selig sind die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden" (Matthäus 5,6). In Erinnerung an die Geschwister Scholl ist dies in Buchstaben der Rotis-Schrift geschrieben, die der Schwager der Geschwister, Otl Aicher, entwickelt hat. |