Die Glocken der Martin-Luther-Kirche
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Bei der Einweihung 1928 erhielt die Martin-Luther-Kirche vier Glocken. Davon mussten während des Zweiten Weltkrieges die größeren drei für die Kriegsproduktion abgeliefert werden. Sie wurden eingeschmolzen. Nur die oberste Glocke (Nr. 4) blieb erhalten.
1957 erhielt die Martin-Luther-Kirche leihweise eine im Krieg nicht mehr eingeschmolzene
Glocke der Gemeinde Seidenberg in Schlesien (Eigenschaften: Ton dis´ + 3/16
Halbton, Durchmesser 134 cm, Gewicht 1268 kg, Herstellung 1738). Gleichzeitig
erwarb die Gemeinde zwei neue Glocken (Nr. 2 und 3). Die über den Krieg erhaltene Glocke
musste zur Anpassung umgegossen werden.
Aufgrund eines Risses musste die Seidenberger Glocke 1994 ausgetauscht werden und
hängt seitdem im Glockenmuseum der Landeskirche in Herrenberg.
Dafür wurde eine neue Glocke angeschafft: Die
Gerechtigkeitsglocke.
Eigenschaften der Glocken:
| 1. Gerechtigkeitsglocke: Ton dis´ + 3/16 Halbton, Durchmesser 133,8 cm, Gewicht 1420
kg, Fa. Bachert, Heilbronn "Selig sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden" | |
| 2. Vaterunserglocke: Ton fis´+ 1, Durchmesser 109,5 cm, Gewicht 788 kg, Fa. Kurz,
Stuttgart "Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen." | |
| 3. Friedensglocke: Ton gis´+ /- 0, Durchmesser 97,5 cm, Gewicht 558 kg, Fa. Kurz,
Stuttgart "Verleih uns Frieden gnädiglich" | |
| 4. Taufglocke: Ton h´+ 1, Durchmesser 81,1 cm, Gewicht 327 kg, Fa. Kurz, Stuttgart "Lasset die Kinder zu mir kommen" |
Die Glocken sind gestimmt auf den Choral "Herr Gott wir loben dich".
Stand: 15.12.2010aw/wL