Walcker-Orgel
1928 erbaut, 2008-2010 restauriert durch Lenter

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Über diese Orgel ist eine ausführliche Festschrift anlässlich der Wiedereinweihung des Instrumentes am 24. Januar 2010 erschienen!

Titel: "Gesichter einer Orgel", hrsg. von der Reformationskirchengemeinde Ulm
Die informative 32-seitige Schrift können Sie an den Ausgängen der Martin-Luther-Kirche oder über das Gemeindebüro
gegen 3 Euro Schutzgebühr erwerben (bei Selbstabholung, sonst zusätzlich 3 Euro Porto und Verpackung)

 

           ( Orgelmusik aus dem Jahr 2002 )
 

Orgelsanierung erfolgreich abgeschlossen

Am Freitag, den 15. Januar 2010 wurde die Walcker-Orgel durch Kirchenmusikdirektor Gerhard Klumpp bespielt und abgenommen. Die Freunde darüber war bei der Kirchengemeinde sehr groß! Zwischen September 2008 und Januar 2010 ist das historische Taschenladen-Instrument durch die Orgelbau-Firma Gerhard und Markus Lenter (Sachsenheim) ausführlich renoviert worden. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 266.000 Euro. Das Instrument wurde komplett ausgereinigt, erhielt eine neue Setzeranlage der Firma SINUA - www.sinua.de - einen neuen und wesentlich kräftigeren Orgelmotor, eine verschleißarme Spieltisch-Mechanik, eine neu abgedichtete Windanlage u.a.. Die Taschenladen wurden überholt, die Bälge wurden neu beledert und die Orgelelektrik wurde komplett ausgetauscht. Manche Klangfarben von 1928 kehrten wieder zurück (z.B. "Rankett" und "Oboe"), viele Flötenregister sind wieder überblasend (eine wunderbar klingende "Konzertflöte"), Solostimmen treten wieder markant hervor, ein romantischer Klangteppich ist möglich und zahlreiche Sub- und Superoktavkoppeln weiten den Klang seit Jahresbeginn 2010 wieder enorm auf. Die Jalousie-Schweller funktionieren jetzt beide wieder und lassen - neben der frei programmierbaren  Crescendo-Walze - faszinierende dynamische Effekte zu. Firma Lenter war es wichtig, nahe an den Idealen von Oscar Walcker zu arbeiten, so dass mit der Sanierung gleichzeitig die Rettung eines einmaligen Klangdenkmales ins 21. Jahrhundert gelungen ist.

Im Zuge dessen wurde auch die gesamte Orgelempore neu gestaltet (Chorpodestaufbauten, Anstriche, Geländer, Elektroarbeiten, Glaserarbeiten, Wärmedämmung, Restauratorenarbeiten, Lautsprecheranlage, Bodenbeläge u.a.).

Die erneute Einweihung des Instrumentes erfolgte am Sonntag, den 24. Januar 2010 durch einen Festgottesdienst mit der Martin-Luther-Kantorei. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Wort aus Psalm 81, Vers 2: "Singet fröhlich Gott, der unsere Stärke ist!" - Die biblische Aufforderung ist in Stein gemeißelt über dem Organistenaufgang der Martin-Luther-Kirche zu lesen, leider aber durch das alten Gemeindehaus noch bis 2011 verdeckt.

Am Spätnachmittag lud die Kirchengemeinde zu einem festlichen Orgelkonzert um 17 Uhr mit Bezirkskantor Philip Hartmann ein. Zu Gehör kamen Werke von Sigfrid Karg-Elert, John Campbell Maclagan, Alexandre Guilmant, Auguste Durand, Peteris Vasks und Andreas Willscher. Alle wesentlichen Facetten des Instruments traten  dabei zu Tage.

Eine Festschrift wurde erstellt, in welcher ausführliche Informationen zum Werdegang, zur Disposition und zur stilistischen Einordnung des Instrumentes zu finden sind.

Orgelfinanzierung und Orgelpatenschaften

Erfreulich, dass sich schon 400 Orgelpfeifen in den Händen von „Orgelpatinnen“ und „Orgelpaten“ befinden. In den nächsten Tagen werden die Patenurkunden und die Spendenbescheinigungen zugestellt.

Freilich: die Aktion muss noch bis zur Wiedereinweihung im Januar 2010 kräftig fortgeführt werden, um tatsächlich auf die Beträge zu kommen, die wir für die anstehende Orgelsanierung brauchen (266.000 Euro).

Es gibt kleine Pfeifen für 25 Euro, normale Pfeifen für 50 Euro, große Pfeifen für 100 Euro und sehr große Pfeifen für 250 Euro. Die Verteilung der Pfeifen auf die vier Werke (Hauptwerk, Schwellwerk I, Schwellwerk II und Pedal) ist auf dem Pfeifenplan dargestellt. Dieser Sonderprospekt liegt im Gemeindehaus und in der Martin-Luther-Kirche aus. Als sehr beliebtes Pfeifenregister stellte sich bisher "Trompete", "Posaune", "Konzertflöte" und "Oboe" heraus.

 Herzliches Danke allen, die sich bereits engagiert haben! Hier der Stand der Finanzen vom 15. Juli 2009:  

Kosten

Spendenstand bis 16.01.2009

Spendenstand bis 15.07.2009 

260.000 Euro

190.385,07 Euro

226.109,16 Euro 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Im Foyer unserer Martin-Luther-Kirche hängt inzwischen ein ständig fortgeführter Orgelpfeifenplan öffentlich aus, an dem Sie erkennen können, welche Register und welche Pfeifen aktuell noch „frei“ sind.

Wie wird man Pfeifenpate?

1.    Sie wählen Ihr Lieblingsregister aus (die Orgel besitzt insgesamt 39 verschiedene Register, also Pfeifenarten, z.B. Rohrflöte, Gemshorn, Nachthorn, Dulziana, Prinzipal)).
2.    Sie wählen einen Lieblingston aus (z.B. der Vorname "Andreas" legt ein "A" nahe, Nachname "Hillmann" legt ein "H" nahe, drei Vornamen "Anne-Dore Beate" legt den Akkord "A / D / B" nahe).
3.    Sie rechnen aus, was Ihre Auswahl kostet (z.B. 1 x 250 Euro oder 3 x 25 Euro)
4.    Sie überweisen den Betrag an den "Verein der Orgelfreunde an der Martin-Luther-Kirche Ulm e.V."
5.    Sie schicken eine Nachricht über Ihren Wunsch an Frau Margrit Sontheimer, die Vorsitzende des Orgelvereins.
6.    Sie erhalten nach ca. vier Wochen die Pfeifenpaten-Urkunde und eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt.
7.    In absehbarer Zeit werden wir auf einer Spendentafel Ihren Namen notieren und zugleich auf dem großen Pfeifenplan im Foyer der Martin-Luther-Kirche Ihre Pfeife als gekauft notieren.

Frau Margrit Sontheimer und Pfarrer Andreas Wiedenmann beraten Sie gerne persönlich.

Orgelverein e.V.

Die historische Walcker-Orgel muss repariert werden.

Jochen Gerste vom Vorstand der Orgelfreunde schrieb 2006:


Liebe Gemeinde,

etwa vier Jahre ist es nun her, dass der „Verein der Freunde der Orgel und der Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche Ulm e.V." gegründet wurde. In dieser Zeit wurden Gemeinden zusammengelegt, Pfarrer gingen und kamen, Kindergärten wurden geschlossen; auch die Kirchenmusik ließ Federn. Aber „Gott sei Dank" ist sie - insbesondere auch die Orgelmusik - noch nicht gestorben. Der Verein möchte dies auch in Zukunft sicher stellen. Lange Zeit tat sich nichts um unsere Orgel. Doch nun ist ein Lichtstreif am Horizont zu sehen. Im letzten Jahr erfolgte die Besichtigung und Bewertung der Orgel durch mehrere Sachverständige. Im Februar diesen Jahres wurde auf der Hauptversammlung des Vereins der große Wunsch des Kirchengemeinderates bekannt gegeben, dass die Orgel unbedingt zu erhalten sei. Ein völliger Neubau wird - aus finanziellen Gründen - abgelehnt, eine „Rettung" der bestehenden und funktionsfähigen Teile aus dem Jahre 1928 aber angestrebt. Die ersten Gutachten besagen nämlich, dass die Orgel in ihrem alten Klangbestand vorzüglich zum bestehenden Kirchenraum passt, auch fast 80 Jahre nach der Einweihung. Und räumlich gehört die Orgel zur Kirche mit ihrer breiten Sängerempore als ein Glanzlicht der Architektur.


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Skizze:

Kirchenmusikdirektor Burkhart Goethe, einer unserer Orgelgutachter, zeichnete die längste Orgelpfeife, die in unserer Orgel erklingt, im Vergleich zur Größe eines Menschen: da kommt eine ganz schöne Strecke zusammen! Gerade bei den längsten Pfeifen haben wir in der Martin-Luther-Kirche die größten und wohl auch teuersten Probleme: kommt außen kalte Zugluft, oder innen zu wenig Druckluft, dann klingen alle Orgelkompositionen nicht mehrg ut. Gleich beides aber passiert in der Martin-Luther-Kirche zur Zeit.
Ein Orgelausschuss unter der Leitung von Pfarrer Andreas Wiedenmann wurde gegründet, bei dem selbstverständlich auch Vertreter des Orgelvereins mitarbeiten. Ein weiterer Bauausschuss des Kirchengemeinderates untersucht die dringend erforderlichen klimatechnischen Verbesserungsmaßnahmen.
Das inzwischen undichte Westfenster hinter dem „Weihnachtsfenster" in der Orgel sorgt in der kalten Jahreszeit für die auffallend starken  „Verstimmungen" des Instruments. Dies soll also auch dringend abgestellt werden. Zuletzt muss freilich auch der Kirchengemeinderat zusammen mit Kirchenpfleger Hans Georg Baur ein schlüssiges Finanzierungskonzept noch erarbeiten; da kommt man um einen sechsstelligen Eurobetrag leider kaum herum. Die von unserem Bezirkskantor Philip Hartmann und Orgelpfleger KMD Gerhard Klumpp (Geislingen) erstellte Ausschreibung wurde bereits an vier Orgelbaufirmen versandt. Nach Einschätzung des Orgelbauausschusses ist eine Vergabe des Auftrags möglich, sobald die nötigen Gelder für die Grundfinanzierung sichergestellt sind. Der Verein der Orgelfreunde bedankt sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Mit Hilfe der gesamten Gemeinde konnte der Verein in den letzten vier Jahren ca. 50.000 Euro durch Spenden, Beiträge und viele Aktivitäten erwirtschaften, die nun einen Grundstock für den Erhalt unserer Orgel bilden. Dieser Betrag wird allerdings nicht ausreichen, um alle anfallenden Kosten zu decken. In diesem Sinne bitten wir Sie auch weiterhin um Spenden an den Verein in Form von vielfältigen Geld- oder Sachspenden. Vielleicht möchten Sie selbst Mitglied werden? Wir freuen uns auf Sie! Gemeinsam werden wir die Lasten schultern.

Lassen Sie uns nach vorne blicken!

Hans-Joachim Gerste

Schriftführer des Vereins
„Freunde der Orgel und der Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche Ulm" e.V.
www.orgelfreundeulm.de
 

Orgelwein aus dem Unterland

 Beachten Sie unsere Orgelweine zu 4 und 5 Euro zugunsten der Orgelsanierung, erhältlich im Gemeindebüro!

Gisela Belser schreibt dazu: Unser „Orgelwein“ mit fünf Sorten stammt aus einem kleinen, von Familie Mayer in zweiter Generation betriebenen Weingut in Erligheim, wenige Kilometer von dem bekannten Weinort Brackenheim entfernt. Herr Mayer hat Weinbau (FH) und Oenologie studiert. Da die Böden um Erligheim schwer sind, gedeiht dort die Lembergertraube sehr gut. Herr Mayer hat sie bei vielen seiner Cuvées verwendet. Wir haben die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bewundert und manchen Wein probiert. Da die Geschmacksrichtungen der Weintrinker sehr auseinander gehen, haben wir verschiedene Weine ausgesucht. Die Neuzüchtung Acolon (seine Eltern sind Dornfelder und Lemberger) kann mit seiner dunklen Farbe und dem fast „südlichen“ Geschmack begeistern. Probieren Sie einfach mal! Übrigens ist Erligheim nicht weit entfernt von Sachsenheim, wo die Orgelbaufirma Lenter beheimatet ist, die unsere Orgel restaurieren wird.

www.weingutmayer.de

 

Informationen aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat im Dezember 2007 beschlossen, dass die große historische Walcker-Orgel der Martin-Luther-Kirche aus dem Jahre 1928 gründlich überarbeitet werden soll. Vorangegangen waren mehrere Planungsgespräche und Sitzungen mit dem Geislinger Kirchenmusikdirektor Gerhard Klumpp.

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Klumpp arbeitet nebenamtlich als „Orgelpfleger" und ist somit für den baulichen und musikalischen Stand der Orgeln in unserem evangelischen Ulmer Kirchenbezirk verantwortlich. Schon lange ist ihm und zahlreichen ambitionierten Organisten bewusst, dass im Blick auf unsere Orgel etwas Grundlegendes geschehen müsse.

Der Kirchengemeinderat folgte nun seinem Vorschlag und wird im Frühjahr 2007 Orgelbaumeister Markus Lenter aus Sachsenheim (Württemberg) mit der Sanierung unseres Instrumentes beauftragen. Der Orgelförderverein hat dazu seit 2002 bereits über 70.000 Euro angespart; es werden aber insgesamt 250.000 Euro gebraucht.

Den Auftrag zur Renovierung hat der Kirchengemeinde, nach einem Wettbewerb, an die Orgelfirma Lenter GmbH vergeben:


www.orgelbau-lenter.de

Orgel-Unterstützer


Wir finden schon die richtige Medizin!!!
Aktive Unterstützung erhält der Verein der Freunde der Orgel und der Kirchenmusik zur Zeit wieder einmal vom Inhaber der West-Apotheke, Herrn Michael Johne. Er stellte ein Schaufenster seiner Apotheke zur Verfügung, um die Orgel im rechten Licht zu präsentieren. Wir hoffen, dass unsere "Königin" mit dieser Unterstützung den Weg in die Herzen und "Geldbörsen" aller Weststadtbürger findet. Schauen Sie doch einfach mal vorbei! Ein herzlicher Dank an Herrn Johne und sein gesamtes Apothekenteam.

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Stand: 01.03.2010 aw